Der internationale Einkauf von Rohstoffen zur Produktion qualitativ hochwertiger und sicherer Lebensmittel erfordert besondere Verantwortung, Professionalität und strategisches Handeln. Dabei haben ökologische und soziale Verantwortung in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und sind wichtige Kriterien für die Auswahl und Bewertung unserer Lieferanten geworden. Wir forcieren eine direkte Zusammenarbeit mit Herstellern und Produzenten weltweit. Diese Partnerschaften basieren auf der gemeinsamen Verpflichtung, die in unserem Code of Conduct festgelegten Werte und Verhaltensweisen einzuhalten. Dies gewährleistet, dass alle Partner die gleichen hohen Standards für ethisches Handeln, Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung teilen.
Um Nachhaltigkeitsrisiken in unseren Wertschöpfungsketten effektiv zu identifizieren und zu minimieren, führen wir Risikoanalysen durch. Diese Analysen ermöglichen es uns, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und als Grundlage für den Dialog mit unseren Lieferanten zu nutzen. Bei der Risikoanalyse unserer Lieferanten werden die jeweiligen Länder-Rohstoff Kombinationen berücksichtigt.
Unser gesetztes Ziel mit 60 % der Lieferanten (Basis: Ende Q1 2025) aus den 14 risikoreichsten* Ursprungsländern Dialoge über Maßnahmen zur Risikominderung zu führen konnten wir in der vorgegebenen Zeit erreichen. Dabei wurden erkannte Risiken, sowie die von den Lieferanten bereits eingeleiteten Maßnahmen und erarbeiten Strategien bewertet, um die Risikominimierung und Beseitigung potenzieller Missstände entlang der Wertschöpfungskette sicherzustellen. Durch Erhöhung der Transparenz zu bestehenden Maßnahmen konnte der Anteil an Risiko-Lieferanten gesenkt werden.
So lag im Jahr 2024 der Anteil der Einkaufsjahresmenge von Rohstoffen mit niedrigem Nachhaltigkeits-Risiko** bei 89 % und konnte im Jahr 2025 auf 96 % erhöht werden.
Unser nächstes Ziel ist durch gezielte Maßnahmen den Anteil der Einkaufsjahresmenge mit niedrigen Nachhaltigkeitsrisiko bis 2030 weiter auf 98% zu erhöhen, gemäß unserem definierten Risikobewertungssystem.
Damit wollen wir gemeinsam mit unseren Lieferanten ein robustes, transparentes und nachhaltiges Liefernetzwerk weiterentwickeln, das unsere Wertschöpfungsketten gegenüber zukünftigen Herausforderungen stärkt und verantwortungsbewusste Geschäftspraktiken für alle Beteiligten fördert.
*Als risikoreich gelten Ursprungsländer, die in der externen Datenbank (Quelle: Leadity) einen Länderrisiko‑Score von unter 5 aufweisen (Skala 0 – 10) und bei denen wir daher ein erhöhtes potenzielles Nachhaltigkeits-Risiko angenehmen.
**Hinweis zur Risikoeinstufung:
Die Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt auf Basis einer Länder‑Rohstoff‑Analyse unter Nutzung externer, wissenschaftlich fundierter Datenquellen. Für Rohstoffe aus Ländern mit potenziell erhöhtem Länderrisiko werden die bestehenden Risiken sowie die von den Lieferanten ergriffenen risikomindernden Maßnahmen abgefragt und bewertet. Die Einstufung eines niedrigen Risikos erfolgt unter Berücksichtigung des Herkunftslandes und der vorliegenden Maßnahmen zur Risikominderung.
Unser Bekenntnis zu den UN Sustainable Development Goals (SDGs)
Wir stehen hinter den 17 globalen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen und tragen durch unsere Beschaffungsstrategie zu mehreren dieser SDGs bei, insbesondere sind hier nachfolgende zu nennen:
Unser Ziel fördert die Entwicklung von Maßnahmen zur Risikominderung in Bezug auf Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette. Es unterstützt die Förderung nachhaltiger Produktions- und Konsummuster, indem es sich mit den größten Nachhaltigkeits- risiken in den Lieferketten befasst und Maßnahmen zur Risikominderung entwickelt.
Da unser Ziel auf der Zusammenarbeit mit Lieferanten basiert, unterstützt es die Bildung von Partnerschaften, um gemeinsame Lösungen für Nachhaltigkeitsrisiken zu finden und somit die globale Zusammenarbeit für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.